Der Domaine de Chevalier von 2016 ist enthüllt!
©Domaine de Chevalier

Der Domaine de Chevalier von 2016 ist enthüllt!

Die Domaine de Chevalier, ein Cru classé de Graves der Appellation Pessac-Léognan, taucht seit 1763 auf der regionalen Landkarte auf, unter dem Namen « Chibaley » (Chevalier = Ritter auf gascognisch). Der Besitz, der seit 1983 der Familie Bernard gehört, ist einer der besten Grands Crus Classés aus Bordeaux.

Von Chibaley zu Chevalier

Die Geschichte der Domaine de Chevalier ist eine sehr alte. Unter ihrem gascognischen Namen „Chibaley“, was Chevalier (Ritter) bedeutet, ist sie bereits 1763 auf der Landkarte zu entdecken. Dieser Beiname ergab sich aus der Präsens eines sehr alten Weges des Heiligen Jakobs von Compostella entlang der Ländereien. Dennoch muss man bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts warten, um dort gepflanzte Reben zu entdecken. Der Name „Domaine“ ist hingegen erstaunlich, da die Weinbergbesitzer aus der Gegend um Bordeaux eher die Bezeichnung „Château“ pflegten. Trotzdem erweist es sich, dass der originelle Name „Domaine“ die Gesamtheit der Ländereien wunderbar umschreibt (den Wohnsitz, die Familie, den Anbau…).

Primeurs 2016 Domaine de Chevalier

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Die Geschichte der Domaine de Chevalier lässt sich anhand ihrer Besitzer gut zusammenfassen. Zunächst befinden sich die Ländereien im Besitz von Arnaud Ricard und seinem Sohn Jean im Jahr 1865, wobei letzterer der authentische Verwalter der Domaine war. Sein Schwiegersohn Gabriel Beaumartin nimmt danach die Zügel in die Hand und bleibt für 40 Jahre der Leiter des Besitzes. Anschließend ist es Claude Ricard, der im Jahr 1948 die Domaine erbt. Seine eindrucksvollen Kenntnisse über Wein und sein Know-how führen die Domaine zu einer Klassifizierung als Cru Classé de Graves im Jahre 1953.

1983 stellt wahrhaft einen Wendepunkt in der Geschichte des Besitzes dar. Die Familie Bernard übernimmt die Domaine de Chevalier und setzt das Werk der Familie Ricard fort. Die Familie investiert schnell und viel in den Weinberg und die Weinkeller, was zum einen das einzigartige und historische Image der Ländereien sichert, und zum anderen die Qualität der produzierten Weine nochmals anhebt. Der Weinberg wurde vergrößert und die Infrastrukturen nochmal überdacht, was nicht nur das Äußere von de Chevalier veränderte, sondern auch sein Image.

Heute arbeitet die Familie Bernard nach einer bestimmten Philosophie: sie will vor allem qualitativen und ausgeglichenen Wein herstellen, wobei der Profit dabei im Hintergrund steht.

Ein typisches Terroir von Pessac-Léognan

Die Domaine de Chevalier verfügt über eine Gesamtfläche von 45 Hektar an angebauten Reben. Die 40 Hektar, die den roten Rebsorten gewidmet sind, zeigen einen Rebsortenbestand von 63% Cabernet Sauvignon, 30% Merlot, 5% Petit Verdot und 2% Cabernet Franc. Die fünf übrigen Hektar der Ländereien sind mit weißen Rebsorten bepflanzt, davon 70% Sauvignon Blanc und 30% Sémillon.

Die Reben entwickeln sich auf Kiesböden, Böden aus schwarzem Sand und Tonböden, was charakteristisch für die Appellation Pessac-Léognan ist. Die extremen Bedingungen, denen das Terroir ausgesetzt ist (karge und komplexe Böden, der Wald in der Umgebung, der starke thermische Kontraste fördert) erlaubt es der Domaine, sehr ausdrucksstarke Weine herzustellen, denn es ist ja allgemein bekannt, dass:

Je komplizierter das Terroir, umso mehr arbeiten die Reben und umso besser werden die Weine

Der Anbau der Reben ist vielfältig, da jede Parzelle und jeder Rebstock einzigartig sind. Die Beobachtung des Weinbergs erfolgt konstant und täglich und das Know-how von de Chevalier erlaubt es, alle Hebel in Bewegung zu setzen, um die Reben auf möglichst umweltfreundliche Weise zu behandeln.

Die Rotweine der Domaine zeigen sich generell reif und strukturiert mit Eleganz, die Weißweine hingegen offenbaren eine Komplexität und Frische.

Domaine de Chevalier: Das Know-how zwischen Tradition und Moderne

Der Zeitpunkt der Weinlese ist sehr wichtig, aus diesem Grund ist die Annäherung an diese Periode sehr komplex. Man muss den perfekten Zeitpunkt abpassen, um die Früchte zu pflücken, nicht zu früh und nicht zu spät. Während der Weinlese erfolgen die Sortierung und die Kontrolle der Reife der einzelnen Parzellen extrem gründlich.

Nachdem die Familie Bernard die Leitung der Domaine übernahm, hat sie, durch die Vermittlung von Olivier Bernard, schnell investiert und zahlreiche Arbeiten realisiert. Die Gebäude wurden 1984 und 1991 alle renoviert, verbunden mit technischem Fachwissen, Ästhetik und Ergonomie. Unterschiedliche (künstlerische) Werke fügen sich subtil in das architektonische Ensemble von de Chevalier ein, dessen eigentliche Architektur auf das 17. Jahrhundert zurückgeht. Der moderne Gärkeller vereint zugleich Eisen, Beton und Holz und vervollständigt die wunderbare Infrastruktur der Domaine de Chevalier.

Willkommen in einem wahren Garten mitten im Herz des Weinbaugebiets Graves!

Primeurs 2016 Domaine de Chevalier

©Domaine de Chevalier

Entdecken Sie die erschienen Subskriptionsweine der Domaine de Chevalier:

  • Domaine de Chevalier 2016 Rot
  • Domaine de Chevalier 2016 Weiß
  • Esprit de Chevalier 2016 Rot
  • Esprit de Chevalier 2016 Weiß
 

Entdecken Sie alle unsere bereits erschienen Subskriptionsweine 2016:

  • Deutschland
  • Österreich
  • Schweiz
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Über Darja Slobin

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