Der Rosé – ein Synonym für Geselligkeit, Genuss und laue Sommerabende

Der Rosé – ein Synonym für Geselligkeit, Genuss und laue Sommerabende

Am heutigen Tag widmen wir uns einem Wein, der mehr und mehr Trendcharakter aufweist: der Rosé! Ob zu Hause bei einem Aperitif mit Freunden, nach Feierabend in den Straßencafés oder als Begleitwein zum Mittag- oder Abendessen, der Roséwein wird immer beliebter! Doch was genau ist ein Rosé und wie wird er hergestellt, vor allem aus welchen Trauben? Ein Rosé verführt vor allem durch seine Leichtigkeit, er ist hauptsächlich ein fruchtiger Sommerwein, den man leicht gekühlt und frisch genießen kann. Durch seine Lebendigkeit, seine Dynamik und seinen aromatischen Charme, bildet er eine eigene Weinkategorie, die sich von den Rot- und Weißweinen dieser Welt abhebt.

In Frankreich zeichnet sich der Trend „Rosé“ schon länger ab: Seit 1990 bis zum Jahr 2013 hat sich die Rotweinkonsumation stetig weiterentwickelt und sich in dieser Zeit fast verdreifacht. Außerdem geben 9 von 10 Franzosen an, Roséwein zu trinken, woraus man schließen kann, dass der Rosé schon seit Langem Zugang zur breiten Öffentlichkeit gefunden hat. Der Rosé ist nicht nur ein Trendwein, sondern er passt sich, in der aktuellen Zeit, vor allem den neuen Lebensgewohnheiten der Gesellschaft an. Die Mahlzeiten sind weniger strukturiert und leichter, die internationale Küche entwickelt sich ständig weiter und die Menschen suchen das Einfache, Leichte, Neue sowie den unmittelbaren Genuss. Mit dem Rosé entdeckt der Konsument eine neue Facette von Wein, einen leicht zugänglichen und von der Tradition losgelösten Wein, der Freiheit symbolisiert. Aber nicht nur in Frankreich, sondern auch international findet der Rosé Anklang: in 10 Jahren (2002-2012 in diesem Fall) ist der Konsum um 15% angestiegen!

Rosé Day

Die Geschichte des Roséweins und seine besondere Verbindung zur Provence

Vor 2600 Jahren, als die Stadt Marseille gegründet worden ist, haben die Griechen in der Provence die ersten Reben angebaut und somit den Weinanbau eingeführt. Die Weine, die zu jener Zeit hergestellt worden sind, waren von einer hellen Farbe, die man mit jener des Rosés vergleichen kann, da das Einlegen der Trauben mit ihren Schalen unbekannt war bzw. wenig praktiziert worden ist. Somit ist die Provence eines der ältesten französischen Anbaugebiete und der Rosé der älteste der bekannten Weine.

Rosé Day

©Fotolia

Die Provence ist spezialisiert auf die Herstellung des Rosés: es ist der Lebensstil, das Licht, die Farben, die Gerüche und die Geschmäcker der Provence, die durch diesen Wein verkörpert werden. Das Klima, die Terroirs und die Reben der Provence sind sehr gut geeignet für die Erarbeitung von Weinen dieser Farbe, und durch ihr Know-how, sowie durch ihre frühe Entstehung (als Weinbauregion), steht die Provence im Kopf der Weintrinker an der Spitze der Regionen, die mit dem Rosé assoziiert werden. Mit durchschnittlich 141 Millionen Flaschen, die jedes Jahr produziert werden, ist die Provence in der nationalen Produktion auf Platz 1 mit einem Anteil von 35%, international liefert diese Region 5,6% des Rosés. Außerdem ist die Provence die einzige Weinbauregion, die mehr als 88% seiner Produktion diesem Wein widmet.

Die Rosétrinker bevorzugen ihren Wein vor allem trocken und klar, was dem Weinprofil der Provence entspricht und was ihren großen Erfolg, auch international, erklärt. Der amerikanische Import beispielsweise stieg von 2012 auf 2013 um 40% an, was bereits eine klare Tendenz erkennen lässt.

Die Herstellung des Rosés und seine internationale Produktion

Sobald die Ernte der dunklen Trauben im Weinkeller eintrifft, fährt man fort mit dem Entrappen, der Trennung der Frucht selbst von ihrem Kamm (Fruchtstand einer Weintraube nach der Entfernung der Beeren). Anschließend werden die Trauben gekeltert: sie platzen und ihr Fruchtfleisch, ihre Haut, ihre Kerne und ihr Fruchtsaft werden getrennt. Dies bezeichnet man dann als Most. Er wird anschließend für 2 bis 20 Stunden bei einer Temperatur zwischen 16°C und 20°C in einem Tank eingelegt. So vermischen sich die Pigmente und Aromen, die in den Schalen enthalten sind, mit dem Rest. Danach wird der Most gepresst, um die festen Bestandteile, d.h. Haut und Kerne vom Saft zu trennen, den man anschließend getrennt bei niedrigen Temperaturen (18°C-20°C) gären lässt, um möglichst viele Aromen zu schützen. Im Gegensatz zum Rotwein, ist es dieses nur kurze Einlegen, das dem Roséwein seine Farbe und sein Aroma verleiht. Eine andere Technik, das direkte Pressen, besteht darin, die ganzen oder die bereits geplatzten Trauben direkt zu pressen, um den klaren Saft sofort danach zu gären. Ein Roséwein kann aus verschiedenen Rebsorten hergestellt werden, sei es Pinot Noir, Grenache oder Cinsault.

Es gibt sechs Hauptfarben des Roséweins der Provence, die vom Centre de Recherche et d’Expérimentation sur le vin Rosé in Zusammenarbeit mit dem Conseil Interprofessionnel des Vins de Provence bestimmt worden sind. Sie lassen sich sowohl für professionelle Kommentare zu einem Rosé verwenden, dienen aber auch Laien, die ihren Eindruck vom Wein in Worte fassen wollen. Bei den 6 Farbnuancen handelt es sich um rote Johannesbeere, Pfirsich, Grapefruit, Melone, Mango und Mandarine.

Im Jahr 2012 beläuft sich die weltweite Produktion von Rosé auf 22,5 Millionen Hektoliter. Er hat somit immer mehr Gewicht auf dem internationalen Markt, seit 2010 handelt es sich bei 9% des international hergestellten Weins um Rosé. Zwischen 2002 und 2013 hat die Roséweinproduktion in Frankreich um 31% zugenommen. Die Ernte im Jahr 2013 belief sich auf 7 Millionen Hektoliter, was einen Anstieg von 4,5% im Vergleich zur Vorjahresernte darstellt. Der Rosé findet seinen Weg in die Welt: eine von drei Flaschen passiert erst die Grenze, bevor sie konsumiert wird!

Der Rosé – ein Wein des Augenblicks

Rosé Day

©Unsplash

Der Rosé ist ein Wein zum Genießen, den man an lauwarmen Sommerabenden auf der Terrasse mit guten Freunden trinkt. Doch wie wählt man für sich den „richtigen“ Rosé aus? Abgesehen von den sechs Hauptfarben gibt es insgesamt über 140 verschiedene Farbnuancen des Rosés, jedoch ist die Farbe keinesfalls ausschlaggebend für seine Qualität. Wichtiger ist, dass der Wein eine schöne Klarheit aufweist und dass er eine lebendige und eklatante Farbe hat. Normalerweise ist der Rosé mit einer Temperatur von ca. 12°C zu genießen, wenn es draußen wärmer ist, darf er auch etwas kühler serviert werden. Jedoch gilt hier, wie auch bei anderen Weinen, dass man immer nach seinem eigenen Geschmack gehen sollte. Für einen Aperitiv ist ein leichter Rosé mit wenig Zucker gut geeignet, zum anschließenden Essen eignet sich jedoch ein strukturierterer und aromatischerer Roséwein besser. Aber auch als Cocktail ist ein Rosé wunderbar zu genießen, auf Eis mit beispielsweise unterschiedlichen Likören als Ergänzung.

Roséweine verführen durch ihre Unkompliziertheit, ihre fruchtige Frische und ihre knackige Säure. Sie repräsentieren das, was man unter „savoir-vivre“ versteht!

Entdecken Sie drei aufregende Rosé Weine

Rosé Day MiravalDer Miraval 2016 ist ein Roséwein, der aus einer Assemblage von Cinsault, Grenache, Syrah und Rolle hervorgeht. Er hat einen Alkoholgehalt von 13° und wird in der Appellation Côtes de Provence hergestellt.  Der Wein präsentiert sich in einer blassen und eleganten rosa Robe. Der Geruch ist geprägt von frischen Früchten und im Geschmack offenbaren sich ein frische Säure, eine schöne Mineralität und eine salzige Note.

Miraval 2016 

Rosé Day Château d'Esclans Rock Angel 2016 Der Château d’Eclans Rock Angel 2016 ist ein Roséwein, der in der Appellation Côtes de Provence produziert wird. Er ist eine Assemblage der Rebsorten Grenache und Rolle und hat einen Alkoholgehalt von 13,5°.

Château d’Esclans Rock Angel 2016 

Rosé Day Minuty Rose et Or 2016Der Roséwein Château Minuty Rose et Or 2016 wird in der Appellation Côtes de Provence hergestellt. Er hat einen Alkoholgehalt von 12,5° und setzt sich zusammen aus den Rebsorten Grenache und Syrah.

Château Minuty Rose et Or 2016 

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