Clerc Milon 2010 – Pauillac aus einem außergewöhnlichen Jahr

Clerc Milon 2010 – Pauillac aus einem außergewöhnlichen Jahr

Alle Finalisten werden mit einer Magnumflasche Clerc Milon 2010 belohnt. Wir sind dem Erfolg dieses großartigen Jahrgangs nachgegangen.

Geschichte

La façade de Château Clerc Milon, avec son bardage en bois d'ipé_The façade of Château Clerc Milon, clad with ipe wood (Photo Mathieu Anglada)

©Mathieu Anglada

Das im Jahr 1855 als 5. Cru Classé eingestufte Château Clerc Milon wurde Mitte des 20. Jahrhunderts von Baron Philippe de Rothschild, entdeckt, der das Château inklusive der 16,5 Hektar Rebflächen erwarb. Das Château war zu diesem Zeitpunkt in einem sehr schlechten Zustand, wodurch er es mit seinen ganzen Knowhow auf Vordermann bringen musste. Ein erster Schritt war, ein neues Etikett zu entwerfen, um so eine neue Epoche bei Clerc Milon einzuleiten. Als Baroness Philippine de Rothschild die Federführung des Châteaus übernahm, wollte sie das Weingut an dem alten Ruhm anschließen. Dadurch entschloss sie sich zunächst einen neuen Keller zu bauen und später ein komplett neues Château darüber zu stellen. Hier war es den Architekten Bernard Mazières und Richard Peduzzi  ihr besonders wichtig, dass das neue Gebäude so umweltfreundlich und nachhaltig wie möglich gebaut wird und sich danach perfekt in die Landschaft des Médoc integriert. Das Gebäude aus Holz und Beton ist nun von der Vogelperspektive kaum zu erkennen und stellt nun einen tollen Kontrast zu den traditionellen Gebäuden der Region dar.

Tradition integriert in moderne Vinifizierung

©Mathieu Anglada

©Mathieu Anglada

Den größten Beitrag für große Weine liefert vor allem der Rebstock, sowie das Terroir auf dem er steht. Deshalb legt man bei Clerc Milon hohen Stellenwert auf den Erhalt der alten Rebstöcke. Sie zählen bereits zu den ältesten der Region, da einige Parzellen noch aus dem 19. Jahrhundert stammen. Die Rebstöcke tragen nur mehr wenige Beeren, die jedoch eine dickere Schale haben und viel konzentrierter sind. Die Weinberge von Clerc Milon umfassen heute 41 Hektar im Nord-Osten der Appellation Pauillac und liegen vor allem auf einem kleinen Schotterhügel, der tiefer in Lehm übergeht und ein perfektes Gefälle in Richtung des Gironde  Ästuars aufweist. Die Rebflächen sind bestockt mit 50% Cabernet Sauvignon, 37% Merlot, 10% Cabernet Franc, 2% Petit Verdot, sowie 1% Carmenere. Um vor allem die alten Rebstöcke so gut wie möglich zu pflegen werden bereits viele Weinberge biologisch und biodynamisch gepflegt, um so wieder größere Diversität in den Weinberg zu bringen und dadurch den Rebstock natürlich zu stärken.

Die Trauben werden im perfekten Reifezustand ausschließlich händisch gelesen und danach in 12 Kilogramm fassenden Kisten auf das Château gebracht. Dort werden die Trauben zuerst noch einmal sortiert, wodurch nur die besten Trauben weiterverarbeitet werden. Auf Château Clerc Milon werden die Trauben danach in Edelstahltanks mit konischer Form vergoren, diese Form integriert die Schalen besser mit dem Saft, der sich am Boden absetzt, wodurch weniger überpumpen notwendig ist. Nach der Gärung kommt der Wein direkt, ohne zu pumpen in den darunter liegenden Keller. Dort werden die Weine in Barriques gefüllt, wobei rund 40% neu sind. Der Keller ist so klimatisiert, das die Temperatur über das ganze Jahr rund 14°C beträgt. Weiters, wird der Keller sehr feucht, bei rund 80% Luftfeuchtigkeit gehalten, um so eine zu starke Verdunstung zu vermeiden. Bei der Klärung zum Schluss, werden ausschließlich frische Eiweiße verwendet, wodurch der Wein von keinerlei Fremdstoffen beeinflusst wird. Nach rund 16 bis 18 Monaten Fasslagerung wird der Wein in die Flaschen gefüllt und nach mindestens 2 weiteren Monaten in den Verkauf gebracht.

2010, das Jahr der Superlative

©Alain-Benoit-Deepix

©Alain-Benoit-Deepix

Der Jahrgang 2010 ist ein wahres Ausnahmejahr in der Region. Das Jahr begann mit einem relativ kalten Winter, wodurch die Rebstöcke in eine lange Winterruhe gehen konnten. Der Frühling war ebenso sehr kühl, wobei sich im Juni größere Mengen Regen einstellten und den Boden noch einmal die notwendige Feuchtigkeit spendierte. Der Juli war dann geprägt von vielen Sonnentagen, wodurch die Trauben bereits gut reifen konnten. Der August war dann eher bedeckt, mit weniger Sonnenstunden, jedoch sehr trocken. Ende August wurde es jedoch noch einmal sehr heiß (38°), jedoch sank in der Nacht die Temperatur wieder relativ stark, wodurch die Trauben tolle Geschmackskomponenten entwickelten. Anfang September kamen noch einmal 2 Regentage hinzu, was den Trauben half, noch richtig auszureifen. Die Trauben konnten dann ab dem 28. September in optimaler Reife gelesen werden. Die Lese endete dann bereits am 13. Oktober wobei die Trauben wunderbar konzentriert waren und eine tiefdunkle Farbe aufwiesen. Dieses einzigartige Wetter hat den Jahrgang 2010 so einzigartig geprägt, woraus er heute einer der besten Jahrgänge der Region ist.

Château Clerc Milon 2010 – Magnum

ClercMilon_1041_PShot_2006_C_refDer Château Clerc Milon 2010 ist eine Cuvée aus 50% Cabernet Sauvignon, 36% Merlot, 11% Merlot, 2% Petit Verdot sowie 1% Carmenère. Nach der händischen Lese wurden die Trauben noch einmal sortiert und danach schonend weiterverarbeitet. Nach der Gärung wurde der Wein für rund 16 Monate in Barriques gelagert und danach in die Flasche gefüllt.

Der Clerc Milon 2010 zeigt im Glas ein tiefdunkles Rot, mit tintenfarbenen Reflexen. In der Nase zeigt der Wein sofort Aromen von reifen, schwarzen Beeren, dunkler Schokolade und Orangenblüten. Durch etwas Luft werden diese Aromen noch einmal verstärkt und noch komplexer. Am Gaumen präsentiert sich dieser Pauillac dann mit einem unglaublich kraftvollen Körper, der jedoch wahnsinnig abgerundet ist. Der Jahrgang 2010 wirkt dabei schon fast ein wenig süß am Gaumen und glänzt mit Aromen nach frischen Beeren, sowie einer feinen balsamischen Note. Die Tannine sind wunderbar integriert, ausbalanciert und angenehm im Abgang. Der Wein endet mit einem langen, erwärmenden Abgang, mit intensiver Mineralität und Fruchtigkeit.

Château Clerc Milon 2010

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Über Peter Prisching

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